China-Kurznachrichten vom 13. August 2020

China-Kurznachrichten vom 13. August 2020

Kurznachrichten

WeChat-Verbot könnte iPhone-Absatz in China zum Einbruch bringen

Das angedachte Verbot von WeChat in den USA beschert dem Apple-Konzern große Sorgen für sein China-Geschäft. Würde US-Firmen generell die Kooperation verboten, wären viele iPhones nutzlos für Chinesen. WeChat-Eignerin Tencent vertritt zwar die Ansicht, dass ein Verbot nur die USA betreffen würde. Ob auch Weixin, das chinesische Pendant, betroffen ist, scheint aber auch ihnen nicht klar zu sein. Für Apple wäre ein Verbot ein Totalschaden in China, da die Nutzer die App nicht nur zur Kommunikation nutzen, sondern auch um Zugtickets zu kaufen, Restaurant-Rechnungen zu bezahlen u. Ä. Würde die App auf iPhones innerhalb China verboten, rechnen Analysten mit einem Rückgang des China-Geschäfts bei iPhones zwischen 25 % und 30 %. Eine Umfrage auf Weibo von über 1 Million Nutzern ergab, dass 95 % eher ihr Telefon aufgeben würden als auf WeChat zu verzichten. (Quelle: Bloomberg vom 13. August 2020)

Taiwans Militärbudget 10 % höher

Taiwans geplantes Militärbudget für nächstes Jahr fällt um 10 % höher aus als im Vorjahr (2021: 15,4 Milliarden US-Dollar). In Angesicht der jüngsten militärischen Drohgebärden der Volksrepublik sagte Präsidentin Cai Yingwen, „die 23 Millionen Bewohner Taiwans haben das Recht, ihre eigene Zukunft zu bestimmen – im Gegensatz zur Sichtweise Pekings.“  (Quelle: South China Morning Post vom 13. August 2020)

Konfuzius-Institute in USA als Auslandsvertretungen eingestuft

Das Außenministerium der USA betrachtet die chinesischen Konfuzius-Institute von nun an als „foreign mission“, also Auslandsvertretungen. Ende Juni wurde mit großen chinesischen Medien wie CCTV bereits ähnlich verfahren, früher im Jahr mit der Nachrichtenagentur Xinhua und dem China Global Television Network. In der Konsequenz müssen sich die Konfuzius-Institute nun auch an die Regeln für Botschaften und Konsulate halten. Alle Mitarbeiter und Immobilien müssen den US-Behören offengelegt werden. Die Konfuzius-Institute werden vom chinesischen Bildungsministerium betrieben und finanziert. Sie lehren im Ausland chinesische Sprache und Kultur. Auch in Deutschland sind einige Konfuzius-Institute in Universitäten mit Sinologie eingebunden. (Quelle: South China Morning Post vom 14. August 2020)

Alex

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